Die NRW-Grünen haben die scharfe Kritik von Bau- und Verkehrsminister Groschek (SPD) an der Rolle von Bürgerinitiativen bei der Infrastrukturplanung umgehend zurückgewiesen. „Der Verkehrsminister degradiert mit seinen Äußerungen engagierte Ehrenamtliche zu egoistischen Wutbürgern“, sagte die Grünen-Landesvorsitzende Mona Neubaur. Sich in Initiativen oder Parteien gegen Umweltverschmutzung und krank machenden Fluglärm zu wehren, sei das gute Recht der Bürger. „Kritische Stimmen bringen Projekte an vielen Stellen voran“, so Neubaur.
Grünen-Landratsfraktionschef Mehrdad Mostofizadeh distanzierte sich ebenfalls von Groschek: „Wer Großprojekte erfolgreich umsetzen will, muss Bürger überzeugen. Mehr Demokratie wagen statt Basta.“ Groschek hatte am Dienstag vor der Handwerkskammer Düsseldorf ein neues „Bündnis für Infrastruktur“ angekündigt, das die aus seiner Sicht zu große Verhinderungsmacht von Bürgerinitiativen bei der Planung von Großprojekten in NRW künftig brechen soll.

Artikel des Generalanzeigers vom 26.08.2016

Infrastrukturpläne des Bauministers in der Kritik

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