Die „Initiative Verkehrsentlastung Siebengebirge“ ist ein Zusammenschluß von Bürgervereinen und Initiativen aus den Siebengebirgsgemeinden. Sie fordert eine Lösung der gravierenden Verkehrsprobleme im Naturpark Siebengebirge:

  1. Schutz der Bevölkerung durch Entlastung vom massiven Durchgangsverkehr von der A 3 nach und von Bonn auf der L 331 (Königswinter-Ittenbach), L 268 (Oberdollendorf-Oberpleis) und L 490 (Oberkassel-Birlinghoven).
  2. Schutz der Bevölkerung durch Verringerung der gesundheits-gefährdenden Emissionen ( Stickoxid, Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe, Schwefeldioxid, Feinstaub und Lärm ).
  3. Verbesserung des Umweltschutzes im Naturpark Siebengebirge und Ennert.
  4. Konstruktive Zusammenarbeit der Initiativen mit dem Ziel, solidarisch eine optimale umweltverträgliche Lösung zu erarbeiten.

Das Siebengebirge gehört komplett zu einem der ältesten Naturparks Deutschlands. Der Naturschatz-Gedanke hat im Siebengebirge eine lange Tradition: 1836 Erwerb des Drachenfels durch die preußische Regierung, 1869 Gründung des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge (VVS), 1920 nach gesetzlicher Verankerung des Naturschutzes Erklärung des Siebengebirges bereits 1923 zum drittältesten Naturschutzgebiet Deutschlands, 1959 einziger Naturpark mit komplett ausgewiesenem Naturschutzgebiet, 1971 Auszeichnung „Europäisches Diplom für geschützte Gebiete“, erneuert 2011 mit der eindeutigen Vorgabe der europäischen Kommission bis zur nächsten Prüfung 2020/21 sich um die Verringerung des Verkehrs im Naturschutzgebiet zu bemühen; 2006 Aufnahme in die Liste der 77 ausgezeichneten „Nationalen Geotope“.

Der Naturpark Siebengebirge bietet circa 200 km ausgeschilderte Wanderwege auf heute 11200 Hektar, davon 496 Hektar im Ennert (=11%).